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Fünf Sehenswürdigkeiten in der Barlach-Stadt Güstrow

Veröffentlicht: 25. März 2025

Radtour durch die Barlachstadt Güstrow, © TMV/Gross

Veröffentlicht: 25. März 2025

Die Altstadt von Güstrow ist eine Augenweide. Urige Fachwerkhäuser und beeindruckende Gebäude im Stil der Backsteingotik prägen das Stadtbild. Das klassizistische Rathaus ist von Bürgerhäusern und Renaissancebauten umgeben. In den engen Gassen gibt es malerische Hinterhöfe sowie charmante Cafés und Restaurants. Schloss Güstrow ist eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Norddeutschlands. Aber wohin nur zuerst? Das sind die fünf Sehenswürdigkeiten in der Barlachstadt Güstrow.

Ernst Barlachs »Der Schwebende« im Güstrower Dom, © TMV/Werk3

1. Der Dom und der »Der Schwebende«

Beim Güstrower Dom kann man gut den Übergang von der Romanik zur Gotik erkennen, wie es bei vielen Kirchenbauten aus dem 13. Jahrhundert der Fall ist. Der Bau des Doms begann im Jahr 1226, nachdem Heinrich Borwin II., der Enkel von Heinrich dem Löwen, auf seinem Sterbebett das Vorhaben beschlossen hatte. Die Weihe des Altars erfolgte jedoch erst 1335, da die Fertigstellung dieses ehrwürdigen Gebäudes so lange dauerte.

Der massive Westturm ragt stolze 44 Meter in die Höhe. Die Innenausstattung des Doms ist jedoch besonders bedeutsam. Hier können Kunstwerke aus dem 15. und 16. Jahrhundert bewundert werden. Doch ein Werk ist besonders wichtig: die Skulptur »Der Schwebende« von Ernst Barlach. Das traurige Schicksal ebendieses Kunstwerks, das von den Nazis gestohlen und eingeschmolzen wurde, ist eng mit dem Dom verwoben. Wer jetzt denkt: »Nanu, wieso ist denn ›Der Schwebende‹ dann doch heute in der Kirche sichtbar?« Dabei handelt es sich um einen Nachguss, der seit 1953 im Dom beheimatet ist.

Das Güstrower Rathaus im Zentrum, © TMV/Petermann

2. Die Altstadt und ein Blick für die Türen

Güstrow beherbergt eine der am besten erhaltenen Altstädte in Mecklenburg-Vorpommern. Das lässt sich unter anderem besonders am Güstrower Markt bewundern, der von eleganten klassizistischen Gebäuden und charmanten mittelalterlichen Giebelhäusern umgeben ist. Dieser Platz spiegelt das frühere selbstbewusste Auftreten der Bürgerschaft wider. Besonders beeindruckend ist natürlich auch das Güstrower Rathaus: Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1503 wurden vermutlich auf den Grundmauern des mittelalterlichen Rathauses vier aneinander gereihte Gebäude errichtet und nun streckt sich das Gebäude über vier Giebelhäuser.

Die Fassade des Rathauses zeichnet sich durch Pilastersäulen und Girlandenschmuck aus, was den prachtvollen klassizistischen Stil unterstreicht. Im Inneren des Gebäudes, das 2002 umfassend restauriert wurde, befindet sich der großartige Audienzsaal mit einer wunderschön gestalteten Stuckdecke – ein wahres Highlight.

Neben dem Rathaus wäre da noch das Theater und die ehemalige Justizkanzlei, die einen näheren Blick und ein Foto lohnen. Ach ja, worauf man auch achten solle: Haustüren! Selbst diese sind noch erhalten geblieben und größtenteils restauriert worden. Echte Hingucker.

3. Galeriemeile

Hineinspaziert in den ehemaligen Pferdestall

Die Hageböcker Straße in Güstrow ist eine wahre Kunstmeile. Eine sehr beliebte obendrein. Alles begann mit der Eröffnung der »Galerie 21«. Dr. Kersten Klevenow, ehemalige Leiterin des Ernst-Barlach-Theaters in Güstrow, präsentiert in ihrer liebevoll gestalteten Galerie hauptsächlich Werke von regionalen Künstlern. In der Hageböcker Straße 12 hat Heike Roesner das charmante Ladenatelier namens »Roesnerei« eröffnet. Dort kreiert sie kleine Kunstwerke oder Geschichten aus Papier, wie sie ihre Arbeiten selbst nennt. Jedes Stück ist einzigartig und individuell gefertigt. Besucher haben die Möglichkeit, ihr bei ihrer künstlerischen Arbeit live zuzuschauen und im Anschluss ihre Werke zu erwerben.

Direkt nebenan öffnete auch die Galerie Martina Fregin ihre Pforten. Obwohl diese Galerie für die Unternehmerin aus Bützow eher ein Hobby ist, verfügt sie über ein umfangreiches Netzwerk an Kontakten zu Künstlern sowohl innerhalb als auch außerhalb der Region Güstrow. Dieses Netzwerk möchte sie nutzen, um den Kunstschatz in Güstrow weiterhin zu bereichern.

Und dann wäre da noch die Städtische Galerie Wollhalle. Allein das Gebäude ist ein Highlight. Sie befindet sich nämlich in einem ehemaligen herzoglichen Pferdestall. Der untere Galerieraum präsentiert hauptsächlich zeitgenössische Kunst in längeren Ausstellungen. Ein Blick auf den Kalender lohnt sich immer.

  • Städtische Galerie Wollhalle

    • Heute geöffnet
    • Franz-Parr-Platz, 18273 Güstrow

    Ursprünglich erbaut als herzoglicher Pferdestall, erwarben im Jahre 1817 die Güstrower Stadtväter das Gebäude, um hier die im Land produzierten Wolle einzulagern. Heute befinden sich in der Wollhalle moderne Galerieräume im historischen Ambiente

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    4. Weinhaus im Hof mit Verkostung

    Wenn Leopold Höglinger einen Wein in seiner exquisiten Vinothek anbietet, dann nur, weil er persönlich davon überzeugt ist. Deshalb ist sein kleiner Weinhandel auch so beliebt. Dabei hat er nicht nur klassische Weine und Sekt im Sortiment, sondern auch noch allerhand Köstlichkeiten, die ebenfalls auf einen guten Geschmack hindeuten. Und wer die Zeit und Muße mitbringt, der kann auch für Weinproben Platz nehmen. Denn Leopold Höglinger teilt gern sein Wissen über die edlen Tropfen. Und das durchaus humorvoll und unterhaltsam.

    Innenraum der Weinhandlung „Weinhaus im Hof“ mit Regalen voller Weinflaschen, Feinkost und dekorativen Geschenkartikeln.

    5. Anmut.Bar und ein Happen Glück

    Wer bei dem Namen Anmut.Bar an Cocktails und Espresso denkt, der liegt nicht falsch, hat aber die ganze Pracht noch nicht erfasst. Die Anmut.Bar ist mehr.
    Es ist ein fantastischer Ort, um zu frühstücken oder ein Aperitivo mit Freunden zu trinken und dabei einen Flammkuchen oder eine leckere Pizza nach Art des Hauses zu genießen.
    Zweimal wöchentlich gibt es das Wohnzimmerkino, in dem besondere Filme in anmutiger Atmosphäre gespielt werden. Ob monatliches Wohnzimmertheater oder ein Wohnzimmerkonzert, Privatunterricht im Tango Argentino oder ein Buch aus dem Bücherregal, jeder Gast findet das passende für sich. Doch vor allem ist die Anmut.Bar eine wunderschöne Jugendstilvilla, in der es sich z.B. bei einer Tasse Cappuccino und einem hausgebackenen Stück Kuchen entspannen lässt. 

    Mehr braucht es eigentlich nicht zum Glücklichsein.

    Villa der Anmut.Bar, © Andy Haensch
    Die Anmut.Bar von Innen, © Andy Haensch

    Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

    in Güstrow

    14 Ergebnisse
    • Rathaus Güstrow

      • Markt, 18273 Güstrow

      Keines der mecklenburgischen Rathäuser des Klassizismus wirkt so festlich und einladend wie dieses in Güstrow.

      Weiterlesen: "Rathaus Güstrow"
    • Ansicht Schlossgarten, © Stadt Güstrow

      Schlossgarten Güstrow

      • Franz-Parr-Platz, 18273 Güstrow

      Der Gartes des Güstrower Schlosses wurde 1570 erstmals erwähnt und danach mehrfach umgestaltet. Anlässlich der 750-Jahrfeier von Güstrow konnte der Garten 1978 wieder eingeweiht werden. Alte Pläne bildeten die Grundlage für die Gestaltung.

      Weiterlesen: "Schlossgarten Güstrow"
    • © Historisches Wasserkraftwerk

      Historisches Wasserkraftwerk

      • Vorübergehend geschlossen
      • Am Berge, 18273 Güstrow

      -vorübergehend geschlossen- Das Historische Wasserkraftwerk der Stadtwerke Güstrow erzeugt bis heute Ökostrom aus Wasserkraft, welcher in das Güstrower Stromnetz eingespeist wird. Für Interessenten bieten die Stadtwerke Güstrow, nach vorheriger Anmeldung eine Führung an.

      Weiterlesen: "Historisches Wasserkraftwerk"
    • Ernst Barlach Museen Güstrow - Gertrudenkapelle

      • Gertrudenplatz, 18273 Güstrow

      Unweit des Güstrower Stadtzentrums gelegen, wurde die gotische Gertrudenkapelle 1953 als erstes Barlach-Museum in Güstrow eröffnet. Die Kapelle beherbergt etwa 30 Plastiken und Reliefs von Ernst Barlach, die ausnahmslos in der Güstrower Zeit entstanden sind.

      Weiterlesen: "Ernst Barlach Museen Güstrow - Gertrudenkapelle"
    • Dom Güstrow

      • Domplatz, 18273 Güstrow

      Der Bau des Domes wurde 1226 begonnen und erst 1335 mit der Weihe des Altars abgeschlossen. Am Güstrower Dom lässt sich der Übergang von der Romanik zur Gotik gut erkennen. Der kreuzförmige Grundriss und der langgestreckte Chorraum weisen auf das romanische Konzept hin. Der massive Westturm ist 44 Meter hoch.

      Weiterlesen: "Dom Güstrow"
    • Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow

      • Baustraße, 18273 Güstrow

      Wir zeigen Gesehenes und Erfundenes aus allen Werkstätten: Malerei, Grafik, Textiles und Objekte. Figuren in der Vielfalt ihrer Gestalt zeugen von der Fantasie der Kinder und Jugendlichen. Die Ausstellung regt zum Mitmachen an - Material steht bereit.

      Weiterlesen: "Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow"
    • Städtische Galerie Wollhalle

      • Heute geöffnet
      • Franz-Parr-Platz, 18273 Güstrow

      Ursprünglich erbaut als herzoglicher Pferdestall, erwarben im Jahre 1817 die Güstrower Stadtväter das Gebäude, um hier die im Land produzierten Wolle einzulagern. Heute befinden sich in der Wollhalle moderne Galerieräume im historischen Ambiente

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    • Stadtmuseum Güstrow

      • Franz-Parr-Platz, 18273 Güstrow

      Seit 2003 hat das Stadtmuseum Güstrow einen neuen Standort: Es befindet sich über dem Stadtarchiv im 1826 errichteten Spital eines Landarbeitshauses.

      Weiterlesen: "Stadtmuseum Güstrow"
    • Galerie 21

      • Heute geschlossen
      • Hageböcker Straße, 18273 Güstrow

      Die Galerie 21 in der Hageböcker Straße 103 präsentiert vorrangig Werke von Künstlern und Kunsthandwerkern aus der Region.

      Weiterlesen: "Galerie 21"
    • Außenansicht des Ausstellungswaagons im Malmstroem-Museum, © Malmström-Museum

      Malmström-Museum

      • Zu den Wiesen, 18273 Güstrow

      Das Güstrower Malmström-Museum bietet einen interessanten Einblick in die fast dreihundertjährige Artisten- und Zirkusgeschichte der Kolter-Malmströms, die seit 1917 in Güstrow ansässig sind.

      Weiterlesen: "Malmström-Museum"
    • Pfarrkirche St. Marien

      • Heute geöffnet
      • Markt, 18273 Güstrow

      Die Güstrower Pfarrkirche steht auf dem Markt in unmittelbarer Nähe des Rathauses. Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche stammt aus dem Jahre 1308. Nach dem Brand in der Güstrower Innenstadt 1503, der auch die Kirche zerstörte, wurde sie wieder aufgebaut und 1508 geweiht.

      Weiterlesen: "Pfarrkirche St. Marien"
    • Norddeutsches Krippenmuseum

      • Heiligengeisthof, 18273 Güstrow

      In einer Dauerausstellung sind Weihnachtskrippen aus aller Welt zu sehen. Interessant sind die Vielzahl der verwendeten Materialien sowie die unterschiedlichen Verarbeitungsweisen. Außergewöhnliche Materialen sind Nüsse, Brotteig, Baumrinde oder Bananenblätter. Die Krippen wurden z. B. mundgeblasen, gestanzt oder geflochten.

      Weiterlesen: "Norddeutsches Krippenmuseum"
    • Schloss Güstrow

      • Vorübergehend geschlossen
      • Franz-Parr-Platz, 18273 Güstrow

      Am Rande der Güstrower Altstadt überrascht eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Nordeuropas mit seinem südlichen Charme. Aus der Erbauungszeit sind prächtige Stuckdecken erhalten. Im Schloss finden aktuell umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Das Schlossmuseum ist aufgrund dessen nicht zu besichtigen.

      Weiterlesen: "Schloss Güstrow"
    • Ernst Barlach Museen Güstrow - Atelierhaus

      • Heidberg, 18273 Güstrow

      Ernst Barlach (1870-1938) war nicht nur Zeichner, Grafiker und Schriftsteller, sondern zählt auch zu den bedeutendsten Bildhauern des deutschen Expressionismus. In seinem Atelierhaus und der Gertrudenkapelle präsentieren die Ernst Barlach Museen Güstrow den weltweit größten zusammenhängenden Werkbestand des international renommierten Künstlers.

      Weiterlesen: "Ernst Barlach Museen Güstrow - Atelierhaus"

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