Lebensraum Totholz
Weil die Stubnitz Nationalpark ist, darf der Mensch nicht eingreifen. Stodian zeigt einen entwurzelten Baumriesen. Dahinter schnürt ein Fuchs durchs Gras. Frösche quaken. Stodian weiß genau, wie wichtig Totholz für den Wald ist: Pilze zersetzen es, dann wachsen Moos und Gras darauf, Käfer quartieren sich ein. Totholz entsteht auch, weil die Buchen auf den trockener werdenden Böden manchmal nicht genug Halt finden. Das Gute daran: So entwickelt sich Raum für neue Waldgesellschaften.
Seit 800 Jahren stehen Buchen auf Jasmund. Buchenwälder waren einmal der europäische Urwald. Doch heute sind sie selten. Jasmund hat mit über 650.000 Bäumen den größten zusammenhängenden Buchenwald im ganzen Ostseeraum. Doch auch die anderen Schutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern – die Ivenacker Eichen, der Darßwald oder der Urwald am Peenestrom – sind grandiose Kathedralen der Natur.